Meditieren lernen

Was ist Meditation?

Meditation ist eine Jahrtausende alte Kunst, die in der heutigen Zeit wieder verstärkt praktiziert wird. Immer mehr Menschen wenden sich der Meditation zu, um mit den Anforderungen des modernen Lebens besser klarzukommen, inneren Frieden zu erleben, ein neues Selbstverständnis und Weisheit zu entwickeln, ihr Herz zu öffnen und somit unter dem Strich ihr Wohlbefinden zu verbessern. 

Meditation ist Buddhas Methode, Geisteszustände zu entwickeln, die Frieden und Wohlbefinden fördern, und Geisteszustände, die uns Problem bereiten, zunächst zu verringern und letztendlich ganz zu beseitigen.

„Wenn die Unruhe der ablenkenden Gedanken abnimmt und unser Geist zur Ruhe kommt, entsteht aus unserem Inneren ganz natürlich tiefes Glück und Zufriedenheit. Dieser Zustand der Zufriedenheit und des Wohlgefühls hilft uns, mit der Geschäftigkeit und den Schwierigkeiten des Alltags fertig zu werden.“
Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche

Der Nutzen der Meditation

Durch verschieden Meditationsübungen können wir entspannen, negative Gedanken und schmerzhafte Gefühle loslassen, Perspektive gewinnen, und insgesamt ruhiger werden. Eine in sich ruhenden Person kann im ärgsten Stress gelassen reagieren und Kraft ihrer Ruhe auch ihre Mitmenschen positiv beeinflussen. Meditation ist daher für jeden, ob Buddhist oder Nichtbuddhist, eine echte Bereicherung.

Einige der Nutzen sind:

  • Verbessertes geistiges und körperliche Wohlbefinden
  • Verbesserte Konzentration und Fokus im Leben
  • Eine positive Lebenseinstellung mit flexibler Gelassenheit
  • Bessere Beziehungen durch die Entwicklung von Empathie und Geduld

Der Nutzen der Meditation

Es gibt im Allgemeinen keine harten Regeln, wie eine persönliche Meditationspraxis auszusehen hat. Viele Praktizierende haben sich mit wachsendem Verständnis und Können die Zeit geschaffen, um jeden Tag lange zu sitzen; manche Leute schaffen am Tag nur fünf Minuten auf dem Kissen. Das Wichtigste ist besonders am Anfang einfach Regelmäßigkeit (siehe auch unten, Meditationstipps für den Alltag).

Im Buddhismus benutzen wir Meditation nicht nur zur Entspannung, sondern als Werkzeug für persönliches Wachstum, und im Kadampa Buddhismus gehen Meditation und Alltag außerdem Hand in Hand:

Wir benutzen Atemmeditation, um den Geist am Anfang einer Sitzung zur Ruhe zu bringen, unser Potential für inneren Frieden und Glück neu zu erfahren. Mit diesem ruhigeren Geist meditieren wir auf bestimmte Themen und kultivieren so ein neues oder tieferes Verständnis und Erleben von z. B. Vergänglichkeit, Zuflucht, Entsagung, Liebe, Mitgefühl, Leerheit, usw. Wir nehmen dann unsere Meditationserfahrung mit in den Alltag (in die “Meditationspause”) indem wir sie im Gedächtnis behalten und anwenden, wann immer sich die Gelegenheit ergibt. Unsere Alltagserlebnisse bringen wir dann wiederum mit in die nächste Sitzung, lernen von ihnen in Meditation, usw.